Blogparade

WELTHERRSCHER: GERMANY

Ich hatte vor kurzer Zeit eine Email von Panorama3000 bekommen:

“…
Hallo Achim a.k.a. Weltherrscher,
wir möchten dich gerne, anlässlich des Filmstarts von „DEUTSCHLAND 09 – 13 kurze Filme zur Lage der Nation“ zu folgender Blogparade einladen.

DEUTSCHLAND 09 ist ein Filmemacher-Projekt, bei dem sich 13 Regisseure aus Deutschland zusammengefunden haben, um aus ihren individuellen Blickwinkeln ein Panoramabild der gesellschaftlichen und politischen Situation der heutigen Bundesrepublik zusammenzusetzen.

Gerne möchten wir dieses so geschaffene Panoramabild erweitern und mit dieser Idee, der “DEUTSCHLAND 09 Blogparade” fortführen.

Hierfür haben wir dich, sowie weitere Blogger ausgesucht, von denen wir denken, dass ihnen diese Idee gefallen könnte.
…”

Yep, Idee gefällt mir, auch wenn ich nicht so der Blogparaden-Fetischist bin.
Da ich aber keine Lust hatte, irgendwas über Deutschland zu schreiben, hab ich mit meiner Sister ein Lied gemacht: Germany

Lyrik:

Germany
Ganz egal ob hier geboren
auch wenn nicht
du hast nie verloren
auch wenn nicht
haben wir menschen uns erhoben
oder was?

Wir leben, lieben, atmen gemeinsam
in unserm Land, in unserm Land…
Geboren, verloren, erhoben.

Refrain:
Was ist dein Ziel?
Wo willst du hin?
Alles scheint sinnlos
und macht doch Sinn.

Was ist dein Ziel
geh nicht allein
Augen auf, schau nach vorn
Lass uns schreien, auch leise…

Das Thema des Textes ist natürlich Deutschland. Der Song als ganzes ist zwar noch nicht fertig, es fehlt noch die 2. Strophe und am Ende ein etwas anderer Refrain (mehr Aufbau, leichte Textvarianten), aber man kann ihn jetzt auch schon so hören. Mir gefällt der Song, vor allem der Gesang. Da wir, meine Schwester und ich, uns nicht ständig mit Musik beschäftigen können, sondern immer nur dann, wenn wir beide Zeit dafür haben, dauert es noch etwas, bis der Rest kommt. Vielleicht in einer Woche, vielleicht dauert es auch noch zwei. Bis dahin kann man sich den Song aber gerne im Dauerlauf anhören..:-)

Obwohl ich nicht so der Blogparaden-Freak bin, finde ich die Idee dennoch gut. Hoffentlich beteiligen sich viele andere Blogger und schreiben, podcasten oder drehen ihren Beitrag zum Thema “Wie siehst du Deutschland im Jahre 09?”. Ist durchaus eine gute Frage. Der Film selbst ist ja nicht so der Burner, geht man nach dem Kritiken, aber vielleicht können die Blogger es ja besser?

Version 1
Version 2
Version 3
Version 4
Version 5

PS: Ich bin weder in der Gema, noch irgendwo sonst in anderen Vereinen, deshalb gilt: Der Song ist frei verfügbar. Wer ihn gut findet, kann gerne saugen und brennen. Ihr habt selbstverständlich meine Raubkopiererlaubnis. Gerne kann der Song auch in Podcast, Videos usw. verwendet werden.

via: http://www.dieweltistscheisse.de/2009/04/14/deutschland09-der-film/

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John Takacs: DEUTSCHLAND 09 - Wo bleibt das Volk?

Die Zeit des Internets ist auch die Zeit des Bloggens, des Nörgelns und der schier unendlichen Informationsflut geworden. Ein jeder von uns hat heutzutage die Möglichkeit, Medienmeldungen aus anderer Sicht zu beleuchten, die Entwicklungen unserer Republik zu dokumentieren oder einfach seinen geistigen Schwachsinn für Millionen Bürger zugänglich zu machen. Früher war dies nur unseren Medienkonzernen möglich - Heute boomt der Internetjournalismus. NOCH ohne weitgehende Zensuren.

Millionen Bürger haben schon erkannt, wie es um unsere “Demokratie” und unsere “Freiheit” steht, ein Großteil derer verbreitet seinen Gram darüber in Blogs, ein kleiner Teil von ihnen geht auf die Straße oder versucht sich aktiv gegen den Unterdrücker-Staat zu wehren. Und was macht der Rest? Was macht die Vielzahl unserer Bürger? Sie tun nichts. Sie beugen sich jedem neuen Gesetz. Schimpfen, bloggen, kreischen, jammern - aber tun NICHTS. Sich der mahnenden Hand des Staates zu beugen ist wahrlich einfacher, als sich aktiv dagegen zu wehren. Und was nutzt es? Wo bleibt das Volk? Wo seid ihr? Versteckt Euch feige hinter Euren Blogs und meint, damit ist Deutschland geholfen.

Ein guter 70jähriger Bekannter erzählte mir mal, dass die Leute in den 20-er Jahren auf die Straße gingen, sich regelrechte Straßenschlachten lieferten, weil der Bierpreis um ein paar Pfennige steigen sollte. In anderen Ländern brennen Autos oder es finden wüste Aufstände auf den Straßen statt - und zwar solange, bis sich die Regierung beugt und einsieht, dass das Volk die Mehrheit ist, und nicht der Politiker. Hat uns der Staat heute so gut im Griff? Ja.

Er verkauft uns den Terror und die Angst. Scheint ein gutes Druckmittel zu sein. Warum sage ich “verkauft”? Weil ich der Meinung bin, dass nicht einmal die Hälfte, was uns über die Medien verkauft wird, auch der Wahrheit entspricht. Es existiert kein Terror in Deutschland! Den Terror macht unsere Regierung - und wir glauben brav daran, beugen uns jedem weiteren Gesetz, dass uns nach und nach mehr einschränkt. Back to the roots. Die ehem. DDR lieferte das klassische Beispiel. “Wir haben das Volk im Griff - und es kann uns nichts!” Macht nur so weiter und ihr werdet in absehbarer Zeit sehen, wie weit Euch das bringt. Schäuble freut sich wahrscheinlich heute schon auf das Videomaterial aus Euren Schlafzimmern, welches Euer netter Nachbar von nebenan mal schnell per Mail an die Staatssicherheit schickt. Düstere Zukunftsgedanken? Keineswegs. Ich sehe das so kommen - und neben mir einige Hunderttausend Infokrieger auch.

Trotz allem hat jedes Übel auch sein Gutes. Viele Länder, garnicht so weit entfernt von uns, würden uns beneiden. Wir haben NOCH ein einigermaßen funktionierendes Sozial- und Gesundheitssystem, wenn auch das langsam aber sicher den Bach runtergeht. In vielen anderen Ländern existiert die 2-Klassengesellschaft schon lange, aber auch uns erreicht diese Welle bereits.

Wir haben ein Arbeitsrecht, ein Mietrecht, wir können gegen Mobbing klagen und Schwule können heiraten. Und trotzdem, dass unser Paragraphenstaat jedes Kopfpflaster mit dem Lineal vermisst, stürzt dann in Köln ein ach so geliebtes Stadtarchiv mit Schätzen unermessbaren Wertes zusammen. Von den beiden jungen Toten, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten, wird nur beiläufig gesprochen. Jugendliche werden gewalttätig oder laufen Amok. Weil keiner hinsieht. Unser System versagt - Nur das Volk wacht nicht auf.

Warum wacht es nicht auf? Nun, man sehe sich nur mal die groß angelegte Medienseuche an. Je dramatischer sich ein Bild oder eine Filmsequenz verkauft, umso mehr Einschaltquoten, sprich: Mehr Geld bringt es ein. Unsere Medienkonzerne setzen schon lange nicht mehr auf Wahrheit - sondern Dramatik. Der dumme Bundesbürger kauft uns das schon ab. Ob 9/11, Winnenden 03 RELOADED, Köln, alles ist mit Unwahrheiten behaftet und macht uns Angst. Die neue Art der Schocktherapie zeigt Wirkung. Und das ist der “offene Port”, wo unsere sich Unterdrückungspolitik einschleust. Wie ein Trojaner in einen unzureichend gesicherten Computer.

Wunderbare Vorraussetzungen um uns noch mehr Freiheiten zu nehmen. Gründe dafür gibt es täglich in unserem Zuscheiß-TV. Ich frage mich sowieso seit Jahren, warum man einen paranoiden Politiker, der ein schweres Attentat erlebt hat, mit Aufgaben wie der inneren Sicherheit behaftet. Das ist doch krank. Aber vielleicht haben unsere Infokrieger mit dem Statement: STASI 02 - RELOADED doch recht. Alles arbeitet derzeit darauf hin. Unterdrücke das Volk, damit die, die schon mächtig genug sind, noch mächtiger werden.

via http://www.jam-websolutions.de/johnhp/blog/?p=230

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Andreas Grieß: Deutschland - Von Gehorsam, sich bücken und Strafe

Der Deutsche ist immer noch Preuße. Er hat Gehorsam vor Staat und Autorität. Er bückt sich. Regeln und Gesetze kommen von oben, man selber ist unten. Wenn man sich einer Regel widersetzt, gibt es eine Bestrafung, muss es eine Bestrafung geben.

Es ist ein grausamer Morgen. Zumindest in meinen Augen. Das liegt daran, dass ich Schnee hasse und davon über Nacht Tonnen vom Himmel gefallen sind. Vielleicht mag ich keinen Schnee, weil ich nie gut werfen konnte. Auch als Kind, wo ich äußerst selten irgendwen mit einem Schneeball traf, dafür aber umso häufiger selber getroffen wurde. Heute habe ich aber noch einen Grund, den Schnee zu verachten. Ich muss rechtzeitig zur Uni kommen- schließlich werde ich andernfalls mit schlechten Noten bestraft. Und natürlich sieht meine Zeitplanung vor, den letztmöglichen Bus zu nehmen, der mich rechtzeitig zum Bahnhof bringt. Schließlich will ich nicht noch früher aufstehen. Zur Not fährt man mit dem Auto, aber das scheidet bei den Straßenverhältnissen offensichtlich heute aus.

„Der Bus wird sicher zu spät kommen“, denke ich an der Bushaltestelle und sehe den Zug vor meinen Augen schon wegfahren. Doch ich irre, der Bus kommt voll in der Zeit. Schnell steige ich ein, um mich dem gefrorenem Nass von oben zu entziehen. Doch dann geht es los: Es sind nur drei Stationen bis zum Bahnhof, wenn auch einige Kilometer. Für gewöhnlich steigen auf dem Weg noch vier oder fünf Personen ein. Das Wetter heute treibt aber bestimmt die fünffache Menge in den Bus. Natürlich hat keiner vorher ein Ticket gekauft.

Da steigen sie ein, die Deutschen. Es müssen Deutsche sein. Es sind Deutsche. Der Grieche würde sich umsehen und erkennen, dass der Bus vollkommen überfüllt ist und ein Kontrolleur, selbst wenn anwesend, nie durch diesen Bus laufen könnte. Er würde einfach in den Bus steigen, eine Sache von zwei Sekunden.
Der Amerikaner wäre auch pragmatisch. Er würde auf die Uhr sehen und die Schlange am Eingang bemerken. Er würde sagen „fahr los, ich hab Zeit. Ich zahle später. Bring erst mal die Menschen zum Bahnhof, die wollen einen Zug bekommen!“
Der Österreicher würde nicht so weit gehen. Er würde sich ein Ticket kaufen. Er läge eine Münze auf das Brett. Zu sehr wurde ihm das preußische Denken beigebracht. Und schließlich ist das Schild „Schwarzfahrer zahlen doppelt“ auch in seiner Sprache.
Aber der Deutsche, der Deutsche perfektioniert es. Er wartet im Schnee schön in der Reihe. Dann, wenn er beim Fahrer ist, legt er, wie der Österreicher, seine Münze auf das Brett. Er wartet auf die Quittung, sein heiliger Gral, mit der er sich von der Bestrafbarkeit freikauft. Dann wartet er. Denn er weiß, er bekommt noch drei Cent Rückgeld. Dann geht er einen Schritt weiter, damit der nächste gehorsam den Regeln folgen kann. Dabei fällt sein Blick auf den Studenten am Rand, der genervt dreinblickt, weil sein Zug in einiger Entfernung grade abfährt. Und er denkt sich „Die Jugend von heute, etwas mehr Disziplin würde denen gut tun!“

via http://griess.wordpress.com/2009/03/25/blogparade-deutschland-von-gehors...

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Julien Germain: Wozu Realdemokratie?

Als Realdemokrat verfüge ich über die unwiderrufliche demokratische Tugend und Notwendigkeit, andere Meinungen, Lebensformen, Überzeugungen, Religionen und Standpunkte zu respektieren. Deshalb muss ich sie aber lange noch nicht teilen. Bereits hier verfügt der Realdemokrat über ein Selbstverständnis, das sowohl den Extremisten als aber häufig auch Pseudodemokraten fehlt.

Realdemokratie bedeutet vor allem, der Demokratie in all ihren Facetten, Anwendungsmöglichkeiten und Bereichen so viel tatsächliche Volksherrschaft zu überantworten, wie es die demokratisch verfassten Gesetze eines Staates zulassen.

Bürgerrechte enden dort, wo andere in ihren Rechten beschnitten werden

Bedauerlicherweise haben wir es immer wieder mit missverstandener Demokratie zu tun, wenn Menschen vereinzelt der Meinung sind, dass sie sich im Rahmen einer existenten Demokratie nahezu alles erlauben könnten, was ihnen gerade so in den Kram passt. Die Bürgerrechte in einer Demokratie enden grundsätzlich dort, wo andere Menschen in ihren demokratischen Rechten eingeengt oder gar beschnitten werden. Dazu gehören beispielsweise Rücksichtslosigkeiten, Belästigungen, gewaltsame Übergriffe, Körperverletzungen, Beleidigungen, Verleumdungen, Denunziationen, Morde, Diebstahl, Ausbeutungen und Respektlosigkeit.

Menschenrechte sind ein fester Bestandteil der Realdemokratie

Die Einhaltung aller Menschenrechte ist also ein sehr wesentlicher Bestandteil einer gut funktionierenden Realdemokratie, denn niemand sollte je vergessen, dass er mit seinen Wünschen, Vorstellungen und Rechten nicht allein auf der Welt ist, sondern sich, wie jeder andere auch, inmitten einer Gesellschaft und damit einer gesellschaftlichen Ordnung befindet. Diese gesellschaftliche Ordnung ist keinesfalls eine Beschneidung demokratischer Rechte, sondern vielmehr die Voraussetzung für das Funktionieren dieser Rechte mit dem unabdingbaren Hinweis darauf, dass einjeder von uns auch seine Pflichten hat.

Ohne Pflichten keine Rechte. Ohne Rechte keine Pflichten.

So erkennen wir deutlich, dass sowohl Rechte und Pflichten komplementär miteinander verflochten sind: Ohne Pflichten keine Rechte, ohne Rechte keine Pflichten. In Deutschland ist die Demokratie an sich als tragender Verfassungsgrundsatz fest verankert. Umso erstaunlicher und fragwürdiger sind daher Verordnungen, Erlasse und Aktionen unserer Bundesregierung oder der Parteien, die diesen demokratischen Verhaltensrichtlinien oft und offenkundig in keiner Weise entsprechen. Hier bereits ist der notwendige Ansatz, von bloßer, schwammig angenommener Demokratie zur Realdemokratie zu konvertieren.

Pseudodemokratie ist ein fatales Sprungbrett für Extremisten

Die inzwischen sehr verbreitete Pseudodemokratie, die sich als eine geradezu stete Mischung von Demokratie, Diktatur und falschem Demokratieverständnis in der deutschen Parteienlandschaft breit gemacht hat, ist gleichzeitig ein fatales Sprungbrett für politische Extremisten jeglicher Couleur. Sie erkennen Ihre Chance dort, wo sich die Pseudodemokratie in aller Selbstherrlichkeit feiert, ohne ihre Scheuklappen auf dem linken oder rechten Auge zu entfernen. Wenn Weitsichtigkeit auf diese Weise verhindert wird, hat auch die Realdemokratie keine Entfaltungsmöglichkeiten mehr. Andererseits aber ist diese Regierungsform als ein Garant für die überwiegende Zufriedenheit der Bürger zu werten, während eine Pseudodemokratie auf Kurz oder Lang in eine unerlässliche Katastrophe führen wird.

Ignoranz der Geschichte ist gefährlich

Den historischen Aufzeichnungen können wir eindeutig entnehmen, zu welchem eigentlich nahezu immer vermeidbaren Unglück und Leid es für die Menschheit in immer wiederkehrender Regelmäßigkeit gekommen ist, nur weil sich die Ignoranz der Geschichte als ein fester Bestandteil politischen Wirkens manifestierte und Macht- und Besitzanspruch über allen Menschenrechten im Vordergrund standen. Die Realdemokratie hingegen setzt ausreichende Kenntnisse der Historie zudem voraus und lässt auch Ignoranten hier nicht zu, um eben die real zu installierende Demokratie zum Wohle aller Bürger nicht zu gefährden.

Demokratie muss auch Demokratie bleiben

Der Begriff „Demokratie“ stellte bislang in seiner Bedeutung ohnehin immer eine ziemlich schwammige Auslegungsweise dar. Da gab es die „Deutsche Demokratische Republik“, deren Bürger von tatsächlicher Demokratie allenfalls träumen durften. Selbst Hitlers Schreckensregime wurde seinerzeit in manchen Lexika als sogenannte „Führerdemokratie“ erwähnt, während sich inzwischen Nationalsozialisten als Nationaldemokraten darstellen, deren Demokratieverständnis aber bereits dort endet, wo sie ihre Extremistenführer noch demokratisch wählen dürfen. Es sprechen Linksextremisten wie Blinde von der Farbe, weil sie nie gelernt haben, was die wahren Inhalte einer Demokratie eigentlich ausmachen. Die pseudodemokratischen Volksparteien legen sich die demokratisch-diktatorischen (sprich: diktakratischen) Bausteine von Fall zu Fall so zurecht, wie es gerade ins Programm hinein passt und gehen mitunter selbst mit den eigenen Parteimitgliedern völlig undemokratisch ins Gericht.

Wenn der Wille des Wählers nicht mehr zählt

Wenn der Bürger zur Wahlurne schreitet, um dort seine demokratische Partei zu wählen, so hat er letztlich auch ein Anrecht darauf, demokratisch vertreten zu werden. An Stelle dessen wird er aber nur „diktakratisch“ verwaltet. Wenn hier der Wille des Wählers und damit des Volkes nicht mehr zählt, weil er durch dieserlei Handhabungen getäuscht, betrogen und durch die eigens gewählten Volksvertreter faktisch entrechtet wird, weil man ihm das Recht auf eine einwandfrei demokratische Vertretung seiner Person nicht zugesteht, muss mit dem berechtigten Aufstand eines Volkes gerechnet werden, der auch uns möglicherweise bevorstehen wird.

Die Wichtigkeit einer Realdemokratie

Schon hier erkennen wir, wie wichtig die Installation einer solchen Realdemokratie in Wirklichkeit ist, die sich beginnend vorzugsweise mit Geheimabstimmungen in den Parlamenten säen lässt. Allein damit wären alle Abgordneten ausschließlich ihrem Gewissen und nicht ihrer Partei gegenüber verpflichtet, wie es die deutsche Verfassung eigentlich auch bestimmt. Doch die Einführung der „Bildungsrepublik Deutschland“ (wenn sie denn kommt) ist für viele vielleicht schon der erste kleine und vernünftige Schritt, einmal selbst darüber nachdenken zu können, wie wichtig eine solche Realdemokratie für Deutschland und Europa wirklich ist, um nicht irgendwelchen Lobbyisten, Extremisten oder sonstigen Interessenvertretern sowie antidemokratischen Umtrieben eine Chance zu geben, sondern den Menschen eines Staates im Rahmen eines gesunden und tatsächlichen Gerechtigkeitsempfindens die optimale Lebensqualität in einer akzeptablen und menschenwürdigen Demokratie zu bieten und zu sichern.

via http://www.readers-edition.de/2009/01/17/wozu-realdemokratie

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Hugo von Krapendorf: Deutschland 09

Es war ja schon alles klar, als ich im Juli des Jahres 2003 im Manager Magazin in einem "speziell für Manager" entwickelten Wissenstest in der Kategorie "Natur und Technik" die Frage Nr. 3 las:

"Was passiert, wenn beim Transfer vom JFK-Airport nach Manhattan in einem einmotorigen Helikopter die Hauptmaschine ausfällt?"

Ich habe damals nicht darüber nachgedacht, welche der vier vorgegeben Lösungen die richtige gewesen wäre. Als ich den Test heute im Internet archiviert wiederfand, las ich die korrekte Antwort. Klar: Der Pilot stellt auf "Leerlauf", und der Hubschrauber sinkt sanft senkrecht zu Boden, weil der frei drehende Rotor den Fall bremst.

Auch in Deutschland 09 besteht kein Grund zur Panik:

Wir
sinken
sanft
senkrecht
zu Boden,

der frei drehende Rotor...

...bremst den Fall.

via http://agsw.blogger.de/stories/1364480/

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Aufruf: Blogparade - Deutschland 09

Über 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 40 Jahre nach dem studentischen Aufbruch 1968, 30 Jahre nach dem „Deutschen Herbst“ 1977, 20 Jahre nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze, mitten im gesellschaftlichen Umbruch der „Agenda 2010“ auf dem Weg in die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts, findet sich eine Gruppe von Kino-Regisseurinnen und Regisseuren aus Deutschland zusammen, um aus ihren individuellen Blickwinkeln ein Panoramabild der gesellschaftlichen und politischen Situation der heutigen Bundesrepublik zusammenzusetzen.

Das Ergebnis: „DEUTSCHLAND 09 – 13 kurze Filme zur Lage der Nation“

Die beteiligten Filmemacher sind (in alphabetischer Reihenfolge): Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Angela Schanelec, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Tom Tykwer und Hans Weingartner.

Wir möchten dieses Panoramabild gerne erweitern und diese Idee hiermit fortführen.

Wir laden dich hiermit ein, dich mit einem Beitrag zum Thema, an dem Projekt „Deutschland 09“ zu beteiligen. So wie jeder der Regisseure seine persönliche Wahrnehmung interpretiert und seine eigene filmische Sicht auf das heutige Deutschland, abstrakt oder konkret wiedergegeben hat, so kannst auch du dir ein Thema aussuchen, das deine ganz persönliche Sicht auf Deutschland wiederspiegelt. Die Wahl des Formates sowie des Inhaltes spielt dabei keine Rolle. Ob schriftlich, als Blog-Beitrag oder Videobotschaft - wir wollen deinen ganz persönlichen Blick auf Deutschland.

Es gibt viele Themen, die es wert sind erzählt oder kommentiert zu werden.

Was wolltest du Deutschland schon immer einmal sagen? Erzähl uns deine persönliche Anekdote zum Thema „Deutschland“. Welche Geschichten aus deinem Umfeld sind bezeichnend für Deutschland? Wie ist deine Sicht zum Status Quo?

2009 ist ein spannendes Jahr. Es wird und muss sich viel bewegen. Wir befinden uns mitten in einer globalen Wirtschafts- und Gesellschaftskrise, Amerika hat einen neuen Präsidenten und in Deutschland bereiten sich die Parteien langsam auf das große Wahlkampfjahr 2009 vor.

Wir würden uns freuen, wenn du dich für das Projekt begeistern könntest und dich mit deinem ganz persönlichen Statement zur Lage der Nation beteiligst.

Wenn du Mitmachen möchtest, dann veröffentliche einfach deinen Beitrag zum Thema „Deutschland“ auf deinem Blog und lass uns den entsprechenden Link zukommen.

Dein Beitrag, sowie wenn gewünscht eine Kurzinfo zu deiner Person wird dann auf der Website www.deutschland09-der-film.de veröffentlicht, selbstverständlich mit Backlink zu deinem Blog. Gerne kannst du uns auch deinen Beitrag direkt per Mail zukommen lassen.

Bitte hierfür folgende Mailadresse verwenden: blogparade (at) deutschland09-der-film.de

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